Grundlagen
Wie wird synthetischer Urin hergestellt?

Synthetischer Urin entsteht nicht durch Aufbereitung echter Proben, sondern wird aus einzelnen Stoffen gezielt zusammengesetzt. Das Prinzip ist einfach, entscheidend sind saubere Ausgangsstoffe und genaue Werte.
1. Die Basis: deionisiertes Wasser
Ausgangspunkt ist entmineralisiertes, also deionisiertes Wasser. Es enthält keine Salze und Mineralien aus dem Leitungswasser, die die späteren Werte verfälschen würden. So lässt sich die Zusammensetzung von Anfang an genau steuern.
2. Die gelösten Bestandteile
Im Wasser werden die Stoffe gelöst, die auch in menschlichem Urin vorkommen:
- Harnstoff als wichtigster Bestandteil
- Kreatinin und Harnsäure
- Salze mit Natrium, Kalium, Chlorid und Phosphat
Die Mengen sind in einer festen Rezeptur festgelegt, damit jede Charge gleich ausfällt.
3. pH-Wert und Dichte einstellen
Danach werden pH-Wert und Dichte gemessen und auf den Zielwert gebracht. Der pH-Wert sagt aus, wie sauer oder basisch die Lösung ist, die Dichte, wie viele Stoffe darin gelöst sind. Bei ClearPee gibt es vier Varianten mit jeweils eigenem pH-Wert, erkennbar an der Farbmarkierung auf dem Beutel.
4. Farbe
Damit die Lösung optisch an Urin erinnert, wird sie leicht gelblich eingefärbt. Die Farbe hat keinen Einfluss auf die übrigen Werte.
5. Abfüllen und Verpacken
Zum Schluss wird die Lösung portioniert und verschlossen. ClearPee wird in Deutschland in 25-ml-Aufreißbeutel abgefüllt. Kleine, dicht verschlossene Portionen schützen vor Verunreinigung und machen eine lange Haltbarkeit möglich. Wie du die Beutel richtig aufbewahrst, steht im Artikel Synthetischen Urin richtig lagern.
Warum definierte Werte wichtig sind
Ob Kalibrierung, Schulung oder Materialtest: Ergebnisse sind nur vergleichbar, wenn die Flüssigkeit jedes Mal gleich zusammengesetzt ist. Genau das ist der Vorteil gegenüber echtem Urin, dessen Werte sich je nach Person und Tageszeit stark unterscheiden. Mehr dazu im Artikel Was ist synthetischer Urin?
Hinweis: ClearPee ist nicht zum Verzehr geeignet und darf nicht zur Manipulation oder Verfälschung von Urinkontrollen, Drogentests oder anderen Untersuchungen verwendet werden.




